Unsere Aufklärungsarbeit für Sambia
SAMBIA
Ein Land voller Potenzial und Herausforderungen

80%
der Menschen in Sambia leben unter der Armutsgrenze
Armut & Reichtum
Sambia, ein Binnenland im Herzen des südlichen Afrikas, beeindruckt durch seine atemberaubenden Landschaften und die Herzlichkeit seiner rund 21 Millionen Einwohner. Doch hinter dieser natürlichen Schönheit verbirgt sich ein Land, das mit tiefgreifenden sozio-ökonomischen Herausforderungen zu kämpfen hat.
Trotz des Reichtums an wertvollen Bodenschätzen, insbesondere Kupfer, bleibt die Mehrheit der Bevölkerung in großer Armut gefangen. Fehlende Infrastruktur, unzureichende Energieversorgung, überfüllte Schulen und der Mangel an medizinischer Versorgung machen den Alltag für viele Menschen äußerst schwierig. Die Arbeitslosigkeit ist erschreckend hoch, und viele Familien kämpfen täglich ums Überleben. Etwa 80 % der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze von nur 2,20 $ pro Tag – ein Leben in ständiger Unsicherheit und Entbehrung.
Seit der Unabhängigkeit 1964 hat Sambia mit Misswirtschaft, Korruption und wirtschaftlicher Stagnation zu kämpfen. Internationale Hilfe ist zwar notwendig, hat aber auch Abhängigkeiten geschaffen, die die Menschen in einem Kreislauf der Armut gefangen halten. Der Weg aus diesem Kreislauf scheint für viele unerreichbar.
Tragischerweise sind Länder wie Sambia international oft nur für das bekannt, was ihnen fehlt – und nicht für den immensen Reichtum, den sie besitzen.
Denn Sambia ist reich an Kultur, Gemeinschaft und tief verwurzelter Spiritualität.
Der größte Schatz dieses Landes sind seine Menschen, die trotz schwieriger Startbedingungen voller Fleiß und Hingabe nach vorne blicken. Menschen, die bereit sind, jede Chance zu ergreifen, um ihre Zukunft zu gestalten.



UNSERE SAMBISCHE PARTNERORGANISATION
Bei Life Trust stehen genau diese Menschen im Mittelpunkt.
Unser Herz schlägt für junge Menschen, die mit christlichen Werten, einer hochwertigen Schulbildung und einer fundierten Berufsausbildung das Rüstzeug erhalten, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Für uns bedeutet „Empowerment“ nicht nur, Chancen zu schaffen, sondern Menschen zu befähigen, diese Chancen auch erfolgreich zu nutzen – für ein Leben in Eigenständigkeit und Würde.
Fragen zu Sambia & Life Trust
Was macht Life Trust in Sambia?
Die Organisation Life Trust (NGO) arbeitet im Compound Waya, einem Stadtteil der Hauptstadt der Zentralprovinz Kabwe, einer Stadt mit rund 350.000 Einwohnern. Kabwe liegt an der Hauptroute Richtung Norden, etwa 140 km nördlich der Hauptstadt Lusaka gelegen. Hier arbeitet Life Trust seit über 25 Jahren, um hochqualitative Bildung für die ärmsten Menschen der Stadt zu ermöglichen.
Was bedeutet der Begriff „Compound“ in Sambia?
Compounds (oder auch Townships/Armenviertel) sind mehr oder weniger ungeplante Siedlungsgebiete, die aufgrund der stetigen Landflucht an den Stadtgrenzen immer weiter anwachsen. Fast alle Bewohner der Compounds leben teilweise weit unter der absoluten Armutsgrenze von 2,15 Dollar pro Tag. Da der Begriff „Compound“ in Deutschland nicht geläufig ist, werden diese auch als „Armenviertel“ bezeichnet.
Wie beeinträchtigt die Bleiverseuchung den Stadtteil Waya?
Das Armenviertel Waya liegt etwa sechs Kilometer vom Innenstadtbereich Kabwes in süd-östlicher Richtung entfernt. Der gesamte Boden in Waya ist durch Staub von den Abraumhalden alter Silberminen extrem bleiverseucht. Blei findet sich aus diesem Grund im Trinkwasser der auf den Hausgrundstücken gegrabenen Brunnen, an den Füßen der spielenden Kinder, in der gewaschenen Wäsche, im Körper durch mangelnde Hygienemöglichkeiten und im bleiverseuchten Gemüse. Lange Jahre fand sich Kabwe deshalb auf der Liste der zehn schmutzigsten Städte der Welt.
Viele Menschen leiden hier auch unter Bleivergiftungen, die sich häufig durch Symptome wie Müdigkeit, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten äußern und in schweren Fällen auch Entwicklungsstörungen, insbesondere bei Kindern, verursachen.
Wie sieht die wirtschaftliche Situation in Waya aus?
Die Mehrheit der Menschen in Waya (geschätzt 40. Bis 50.000) leben unterhalb der absoluten Armutsgrenze. Aufgrund der schlechten Wirtschaftslage im gesamten Land gibt es kaum Arbeitsmöglichkeiten, geschweige denn sozialversicherungspflichtigen Anstellungen. Für die Allermeisten sind Tagelöhner-Arbeiten, also „informelle“ Anstellungen ohne Arbeitsvertrag, die einzigen Möglichkeiten, um etwas Geld zu verdienen.
Wie steht es um die Bildung in Waya?
Die in Waya vorhandenen staatlichen und privaten Schulen decken lange nicht den Bedarf an benötigten Schulplätzen ab. Familien ist es unter anderem aufgrund der fehlenden Plätze unmöglich, alle ihre Kinder zur Schule zu schicken. Aber da Vernachlässigung von Kindern aufgrund von Hoffnungslosigkeit, zerrütteten Familien, Alkoholismus und Drogenmissbrauch sehr oft vorkommt, scheitert ein Schulbesuch nicht nur an fehlenden Schulplätzen.

WAS WIR UNTERSTÜTZEN
Das Engagement von Life Trust
Inmitten dieses Armenviertels schafft Life Trust einen Ort, an dem Hoffnung durch hochwertige Schulbildung und berufliche Ausbildung entsteht - für Kinder aus den ärmsten Familien. Durch hochwertige Schulbildung und berufliche Ausbildung eröffnen wir Kindern aus den ärmsten Familien die Möglichkeit, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Unsere Sozialarbeiter/-innen besuchen gezielt die Familien, deren Kinder bisher keine Möglichkeit hatten, gefördert zu werden. So wird ihnen die Möglichkeit zum Besuch des Life Trust Kindergarten und später der dazugehörigen Schule im Herzen von Waya angeboten. Hier, in einer sicheren und fröhlichen Umgebung, können sie spielen, lernen und Hoffnung auf ein besseres Leben schöpfen. Nach ihrem Schulabschluss bietet Life Trust diesen jungen Menschen weiterführende Chancen: Berufliche Ausbildungen oder sogar ein Studium, das ihnen ermöglicht, ihre Träume zu verwirklichen und aus dem Kreislauf der Armut auszubrechen.
Was wir unter Empowerment verstehen
”Empowerment umfasst Strategien und Maßnahmen, die Menschen dabei helfen, ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben zu führen. Durch Empowerment sollen sie in die Lage versetzt werden, ihre Belange zu vertreten und zu gestalten.
In der Entwicklungszusammenarbeit versteht man unter Empowerment vor allem einen Prozess, der das Selbstvertrauen benachteiligter Bevölkerungsgruppen stärkt und sie in die Lage versetzt, ihre Interessen zu artikulieren und sich am politischen Prozess zu beteiligen. Im Mittelpunkt steht dabei die Stärkung der vorhandenen Potenziale der Menschen.
Das entspricht unserem Verständnis von Empowerment.
Konkret setzen wir dieses um durch:
Förderer für Ausbildungswege gesucht – Machen Sie den Unterschied!
Wir suchen Unterstützer, die bereit sind, ein oder mehrere Ausbildungsjahre in Beruf oder Studium zu finanzieren – durch Kauf von Empowerment Produkten aus Sambia oder direkt durch einmalige oder regelmäßige Spenden.